Vandalen zerstören „Zwitscherkasten“ auf dem Kreuzberg

Der Zwitscherkasten (links) an der Schutzhütte am Kreuzberg fiel Vandalen zum Opfer.

Fassungslos und wütend zugleich mussten zahlreiche Wanderer und der initiierende Heimatverein sehen, dass an der Schutzhütte auf dem Kreuzberg Rowdys ihr Unwesen getrieben haben. Seit einiger Zeit war dort ein sogenannter Zwitscherkasten an der Schutzhütte montiert worden.

Die Idee war Andreas Hellweg und seiner Frau Karin bei ihren zahlreichen Wanderungen im Hochsauerlandkreis gekommen. Dort stehen an den Wanderstationen diese Holzkästen mit hochprozentigem Inhalt. Vorbeikommende Wanderer können sich bei einem Schnäpschen stärken und legen einen kleinen Obolus dafür rein.

Immer wieder wurde der Vorrat vom Vorstand aufgefüllt. Seit einigen Monaten stellte man fest, dass kaum noch Geld im ‚Kästchen‘ war. Nun der Supergau – kurz und kleingeschlagen und die restlichen „Füchse“ gestohlen. Da kommt einem doch das Lied von Herbert Grönemeyer in den Sinn „Was soll das“. Peter Hochscheid, 1. Vorsitzender des Heimatvereins war stinksauer und teilt mit, dass der Kasten nicht wieder aufgehängt werden soll.

Der Heimatverein hat insgesamt drei Schutzhütten aufgestellt, Wanderer machen dort immer gerne Rast. Ebenso auf den 30 Bänken rund um Bonzel und den zwei Waldsofas. „Selbst vor den Ruhebänken machen diese Rabauken nicht halt“, so Hochscheid. Immer wieder muss man mit ansehen, wie mutwillig die Sitzflächen eingetreten werden. Dennoch lassen die eifrigen Bonzeler Heinzelmännchen sich nicht entmutigen und sorgen mit ihren zahlreichen Aktionen für ein Lebens- und liebenswertes Bonzel sowie Bonzelerhammer.

Von Artur Seidenstücker

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