Werke einer außergewöhnlichen Freundschaft im Bahnhof

Ausstellung ab 10. November im Kulturbahnhof

Sami Geberemariam und Burkhard Ridder freuen sich auf die Ausstellung. Foto: Björn Bernhardt

„Schwarz.Weiß.Bunt. – Werke einer außergewöhnlichen Freundschaft“ – das ist das Thema einer Ausstellung, die von Samstag, 10. November, bis Sonntag, 2. Dezember, im Kulturbahnhof Grevenbrück zu sehen ist. Und „außergewöhnlich“ ist wörtlich zu nehmen, zeugen die ausgestellten Werke doch von der Freundschaft des Künstlers Sami Geberemariam und des Gerlinger Schreiners Burkhard Ridder.
Alles begann im November 2015: Geberemariam – geboren in Eritrea, aufgewachsen in Äthiopien und 2011 nach zwei Jahren Flucht nach Deutschland gekommen – stellte seine Werke in Grevenbrück aus. Burkhard Ridder und seine Frau Ursula, beide nach eigener Aussage „schon immer kunstbegeistert“ hörten davon und machten sich auf den Weg zur Ausstellung und kamen mit dem afrikanischen Künstler ins Gespräch.
Geberemariam hat in seiner Heimat ein Kunststudium absolviert und ein eigenes Atelier besessen. Auch im Kreis Olpe bekam er schnell die Möglichkeit, kreativ zu arbeiten. Burkhard Ridder, selbst Schreiner und studierter Innenarchitekt, hatte schon zuvor damit begonnen, Skulpturen aus Holz zu fertigen – beruflich beschäftigte er sich ja ohnehin täglich mit diesem Werkstoff.

Freundschaft trägt kreative Früchte

Schließlich kam erAnfang 2016 auf die Idee, gemeinsam mit Geberemariam zu arbeiten. So ließ er den jungen Eritreer eine Holzbüste bemalen und war begeistert vom Ergebnis.
Langsam entwickelte sich die Freundschaft zwischen den Beiden und trug kreative Früchte – mittlerweile ist es nicht nur so, das Sami Geberemariam die Holzbüsten bemalt, manchmal zeichnet er auch Köpfe, die wiederum Burkhard Ridder nachbaut.
Die Ergebnisse dieser „außergewöhnlichen Freundschaft“ – Holzskulpturen und Gemälde – können die Besucher von Samstag, 10. November, bis Sonntag, 2. Dezember, im Kulturbahnhof Grevenbrück sehen Geöffnet ist die Ausstellung mittwochs, donnerstags und samstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 13 bis 18 Uhr.

Von Michael Sauer – SauerlandKurier vom 24.10.2018