Neues Jahresheft und voller Saal beim Heimatverein

Zusatz "Verkehrsverein" wird aus Vereinsnamen gestrichen

Der geschäftsführende Vorstand: von links: Dr. Klaus Skrodolies (2. Vorsitzender), Anabel Talavera (Kassierin), Hubertus Kaiser (Vorsitzender) und Andreas Hacke (Schriftführer)

Fast bis auf den letzten Platz besetzt war der Veranstaltungsraum im Erdgeschoss Grevenbrücker Bahnhofs bei der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Hubertus Kaiser sowie des Gedenkens der verstorbenen Mitglieder hielt August Freimuth, Hauptmann a.D. ein eindrucksvolles Referat über die Geschichte der Sauerlandkaserne in Oedingen. Im Jahr 1959 fiel die Entscheidung, aus strategischen Gründen dort eine militärische Einrichtung zu bauen. In den Jahren 1960 bis 1962 wurden dann die Gebäude und die entsprechende Infrastruktur errichtet.

Was wahrscheinlich nicht allen Anwesenden bewusst war: die Befehlsgewalt lag bei einem Nato-General. Im Gesamtkonzept der Bundeswehr sowie den Nato-Staaten passte der Standort am Rande von Oedingen ideal als „Puzzlestück“ in die militärische Strategie der damaligen Zeit.

Von 1962 bis 1988 stand das Gelände sozusagen rund um die Uhr auf Bereitschaft. Die dort lagernden Raketen verlangten eine ständige Präsenz. In Spitzenzeiten war die Kaserne mit 500 Soldaten besetzt. Zahlreiche Bürger fanden dort ihren Arbeitsplatz; so manches Oedinger Mädchen einen „schmucken Soldaten“ als Mann. Ab 1963 waren übrigens Atomsprengköpfe gelagert. Am 7. April 1988 wurden die Nike-Herkules-Raketen durch das Abwehrsystem Patriot ersetzt.
Sehr eindrücklich schilderte Freimuth seinen Bericht; im Zeitfenster in Oedingen kann man u.a. die Geschichte der Sauerlandkaserne nochmal „erfahren“.

Nach dem Vortrag wurden die Regularien abgearbeitet; Andreas Hacke (Schriftführer) sowie Anabel Talavera (Kassiererin) gaben ihre Berichte ab.
Der Jahresbericht von Hubertus Kaiser zeigte einmal mehr, welche Bandbreite der Heimatverein hat. Er freute sich aufrichtig, dass der Begriff Heimat in aller Munde ist. Heimat ist wieder erkannt und topaktuell. Dass auch die Politik das mittlerweile erkannt hat, registrierte er mit Genugtuung.
Angefangen von dem Läuten der Schweinglocke auf Neujahr, einigen baulichen Veränderungen im Museum an der Kölner Straße, bis zum Tag der Sauberkeit (auch in diesem Jahr beteiligen sich hoffentlich wieder viele Helfer bereits am Freitag, 13. April ab 16.30 Uhr am Förder Platz) war der Verein immer wieder präsent.
Höhepunkt sicher der Kulturpreis für den langjährigen Vorsitzenden Engelbert Stens im Kreishaus Olpe. Aber auch das alljährlich stattfindende Brunnenfest und die Kartoffelpflanzaktion sind nur einige Aktionen des Vereins.

Für 2018 ist auch schon so Einiges in Planung:
Am 15. April eine Ausstellung von Willy Kebben „Modellbau aus Karton“, 6. Juli Brunnenfest ab 18 Uhr sowie der Schnadegang gemeinsam mit dem SGV am 15. September (Start und Ziel: Feuerwehrturm) sind nur einige Termine die der Verein „auf dem Schirm hat“.
Bei den Wahlen wurden Hubertus Kaiser (Vorsitzender) und Anabel Talavera (Kassiererin) in ihren Ämtern bestätigt.
Die Beiratsmitglieder: Georg und Klaus Brinkschulte, Manfred Graf, Arnold von Schledorn, Thorsten Dunckel, Wilfried Heinze und Barbara Schütte wurden ebenso wiedergewählt.

Neue Kassenprüferin neben Bruno Schwermer wurde Nicole Henke.
Bei der Satzungsänderung gab es auch mehrheitlich grünes Licht; der Verein nennt sich anstatt Heimat- und Verkehrsverein Grevenbrück e.V., nun nur noch Heimatverein Grevenbrück e.V.
Hinweisen möchte der Verein nochmal auf das Jahresheft, das bei allen üblichen Verkaufsstellen sowie beim Vorstand erworben werden kann.