Ein Hauch von Woodstock wehte über Grevenbrück…

Mälo-Festival wurde zu einem unvergessenen Sommerabend

Es mag zwar ein wenig vermessen erscheinen, aber dennoch: das Mälo – Festival in den Veischedewiesen in der Lomke Konzertereignis war sicher für das Südsauerland eine Sternstunde im Jahr 2017.
Das Open-Air-Festival war bestens organisiert. Eine riesige Bühne, perfekte Licht- und Tontechnik sorgten neben den brillant aufspielenden Musikgruppen für einen unvergessenen Sommerabend im Herzen der Stadt Lennestadt.

Fünf Bands zogen alle Register und die 650 Gäste (schade, dass bei gutem Wetter nicht mehr den Weg auf die Wiesen gefunden haben) hatten es nicht bereut. „Schade dass alles schon wieder vorbei ist“ sagte eine Besucherin.

Man muss einfach den Hut vor dem Veranstalter ziehen, der dieses Spektakel auf die Beine gestellt hat. Der Reinerlös soll im Übrigen dem St. Elisabeth Hospiz gespendet werden. Zahlreiche Helfer und Helferinnen vor und hinter den Kulissen sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Federführend für die Veranstaltung zeichnete sich die „Underphone Konzertagentur“ – eigentlich für jeden Geschmack war etwas dabei. Zunächst zeigten die heimischen Bands „Rustics“ und „Bongen’s dass sie es draufhaben.

Wahnsinns – Sound – hier die Sängerin von „My baby“

Außerdem mit dabei „Mothers Cake“ mit einem sauberen Rock und Gitarrensoli, die es in sich hatten. „My baby“ aus den Niederlanden sowie der Headliner „Jamaram“ aus München sorgten für pures Gänsehautfeeling.
Gedacht war dieses Musikereignis als eine Re-Inkarnation des legendären „Folk in den Bergen“ – und der Erfolg gab dem Veranstalter Recht. Zahlreiche Verkaufsstände und „Zapfstellen“ ließen keine Wünsche offen. Am Merchandising – Stand konnte man so auch Festivalartikel erwerben und von Crêpes bis Bratwürstchen, vom Fruchtcocktail bis zum Kettenfett war alles zu haben.

Bei „Jamaram“ mussten einfach Alle mitmachen

Aber – vor Allem die Musik stand im Mittelpunkt“ und zum Abschluss kam Jamaram auf die Bühne, die im Jahr 2000 in München gegründete Band unterstützt schon seit Beginn ihrer Karriere zahlreiche soziale Projekte. Mit einem beispiellosen Sound fühlte man sich förmlich auf Jamaika versetzt und musste einfach mitfeiern.
Die bestens aufgelegten Musiker wurden von einigen Blasinstrumenten unterstützt und holten sich bei einigen Songs auch Gäste aller Altersklassen auf die Bühne, die machten mit und ließen sich von der Fröhlichkeit der Bandmitglieder anstecken.

Man kann nur hoffen, dass sich die Ausrichter dieses Konzertereignisses von den leider zu geringen Besucherzahlen nicht entmutigen lassen und spätestens in zwei Jahren wieder loslegen. Die anwesenden Gäste waren jedenfalls hochzufrieden mit einem Sommerabend voller Musik und Harmonie. So darf man dann gespannt auf das 2. Mälo-Festival hoffen, das spätestens im Jahr 2019 starten wird.

Von Artur Seidenstücker