Jugendgruppe vom Niederrhein zu Gast in Grevenbrück

Zwölf Tage Natur pur
Fast zwei Wochen ohne Handy und Internet – was für viele Kinder und Jugendliche kaum vorstellbar ist, ist für eine Jugendgruppe aus Kranenburg derzeit selbstverständlich. Sie hat ihre Zelte auf den Veischedewiesen aufgeschlagen. Seit mehr als 60 Jahren gehört dieses Ferienlager schon fest zu ihrem Jahreskalender – zum sechsten Mal ist die Gruppe in Grevenbrück. 53 Teilnehmer zwischen 6 und 16 Jahren und 29 Betreuer haben sich am 1. August auf den Weg gemacht. „Es ist beeindruckend, wie sehr die Grevenbrücker uns helfen. Wie fühlen uns hier sehr willkommen“, sagt Lagerleiterin Ulrike Schraml. Wobei man denken könnte, dass die Gruppe eigentlich keine Hilfe benötigt. Schließlich haben die Verantwortlichen an alles gedacht. Neben den großen Zelten, in denen 6 bis 7 Personen schlafen können, gibt es einen Toilettenwagen, zwei Waschzelte, ein Betreuerzelt, ein Spielezelt und ein Kochzelt. Dort schwingt der eigens mitgebrachte Pastor den Kochlöffel. „Wir machen alles zusammen“, sagt Ulrike Schraml. Und die Teilnehmer müssen auch tatkräftig mithelfen. Jeden Tag hat eine andere Gruppe Spüldienst. Au- ßerdem bereiten die Kinder und Jugendlichen immer die Lagerrunde von 22 bis 23 Uhr selbst vor. Natürlich müssen sich die Teilnehmer zeitweise auch selbst beschäftigen.
Zu Fuß nach Theten und Altenhundem
Spannend wird es nachts: „Zwischen 23 und 3 Uhr kann man unser Banner klauen. Daher müssen wir Wachen aufstellen“, erklärt Ulrike Schraml. Die vermeintlichen „Diebe“ sind dabei immer Personen, die irgendwie mit dem Zeltlager verbunden sind. Selbstverständlich lernt die Gruppe vom Niederrhein auch die Region kennen. So waren einige Teilnehmer zu Besuch bei der Grevenbrücker Feuerwehr. Die Älteren haben derweil eine Zwei-Tages-Wanderung unternommen. „Dabei mussten sie mit einer Landkarte irgendeine eine Unterkunft suchen“, sagt Ulrike Schraml. Dabei hat eine Mädchengruppe in einem Bauernhof in Theten übernachtet, eine Jungengruppe war im Jugendheim in Altenhundem – natürlich zu Fuß und ohne Handy und Internet.

Weitere Infos: www.zeltlagerkranenburg.de
SauerlandKurier: Michael Sauer
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